Das Model im Beitragsbild ist Richard, frustriert von Haargummis und schlechter Musik, fotografiert von Kadi

Wenn man erst einmal weiß, was es alle zu beachten gilt, wenn man den Job des Models zu bestreiten gedenkt, ist es doch auch mal interessant zu erfahren, was man in der Vergangenheit alles schon falsch gemacht hat.

Zuallererst wäre da das Haargummi am Handgelenk. Abgesehen davon, dass Bilder sofort unprofessionell wirken, wenn das Haargummi vergessen wurde, gibt es auch noch die Sorte Gummi, die unschöne Druckstellen am Handgelenk hinterlassen und auf alle weiteren Bildern zu sehen sind.

Außerdem ist es echt nicht ratsam Fotografen zu belästigen – in jeglicher Form. Auch ein schlechter Musikgeschmack ist Grund genug als Model kläglich zu versagen.

Weiterhin sei erwähnt, dass Filter jeglicher Art – erst recht Hundefilter – auf professionellen Bildern nichts zu suchen haben. Aber jetzt mal im Ernst: Der Fotograf macht die Bilder und legt den Bildstil fest und wenn er ein Bild in Farbe und nicht in SW zur Verfügung stellt, dann hat das einen Grund.

Aber nun zu den eigentlichen no-gos – auch, wenn diese selbsterklärend sein sollten. Unpünktlichkeit. Das immerwiederkehrende Thema. Unpünktlichkeit ist einfach unprofessionell. Und natürlich kann niemand vorhersehen, dass der Hund der Nachbarin den Schuh klaut, in dem ausgerechnet der einzige Autoschlüssel lag und man deswegen zu spät kommt. Aber ob man eine Shootinglocation schnell findet, seinen Terminkalender zu eng taktet oder die Deutsche Bahn mal wieder Verspätung hat, gehört zu den vorhersehbaren Ereignissen, die es nach Möglichkeit zu umgehen gilt. Lieber gibt man dem Team vorher Bescheid, dass der vereinbarte Zeitpunkt schwierig einzuhalten ist, als dass das ganze Team – und sei es nur ein/e einzige/r Fotograf/in – wartet und unnötig Gelegenheit bekommt misstrauisch zu werden. Im selben Atemzug kann man übrigens auch die Unzuverlässigkeit nennen. Shootings unter Vertrag sind keine Verabredung unter Freunden.

Ein Mangel an gegenseitigem Respekt und an Höflichkeit ist natürlich für alle Parteien unangenehm. Was jedoch vom Fotografen auch als Mangel an Respekt wahrgenommen werden kann, sind unterlassene Erwähnungen beim Veröffentlichen der Bilder oder überzogenen Bearbeitungswünsche, die die komplette Stimmung des Bildes verändern. Wo wir schon bei Veränderungen sind: Der Look und vor allem das Gesicht enthält das Markenzeichen des Models. Über krasse Veränderungen, wie zum Beispiel Tattoos im Gesicht, sollte man Auftraggeber zumindest informieren.

Leave a comment