Das Model im Beitragsbild ist Kadi, fotografiert von Clara.

Oft weiß man als Model nicht, ob man geschminkt zu einem Shooting erscheinen soll und wenn ja, auf welche Art und Weise. Im folgenden Artikel möchte ich einen kurzen Überblick darüber geben, was Model zum Thema Make-up wissen sollte.

In der Regel wird mit dem entsprechenden Auftraggeber über das Thema Make-up gesprochen. Je nachdem um was für einen Auftrag es sich handelt ist auch ein/e Make-up-Artist vor Ort, die/der sich dann darum kümmert. In diesem Fall – versteht sich von selbst – sollte man ungeschminkt kommen, da durch das Abschminken erstens Zeit verloren geht und zweitens die Haut unnötig gereizt wird.

Möchte der Auftraggeber, dass das Model sich selbst schminkt, was bei kleineren Aufträgen eher der Fall ist, sollte klar kommuniziert werden in welche Richtung das Make-up gehen soll. Mögliche Looks, die immer wieder vor kommen, sind zum Beispiel: Smoky Eyes, Nude Look, Red Lips, Eyeliner Looks, Abstract Make-up. Je nachdem, wie schminkbegeistert und -geübt das Model ist, kann sich das als Herausforderung oder Austob-Aktion herausstellen.

Ein paar Tips zu Make-up für Shootings vorab: Gerade bei Beauty-Shootings möchte man ein möglichst klares Hautbild präsentieren. Hierbei läuft natürlich auch einiges über die Beauty-Retusche, aber das, was man mit Schminke erledigt bekommt, sollte auch damit gemacht werden, da es meistens viel schneller geht als in der Bearbeitung. Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass man für Shootings deutlich kräftiger schminken muss als für den Alltag (in der Regel). Das bedeutet zum Beispiel, dass man dezenten Lidschatten auf Bildern so gut wie gar nicht sieht. Ausgenommen von dieser Regel sind abdeckende Materialien wie Concealer oder Foundation. Davon sollte nur bei Bedarf und dann auch nur so viel wie benötigt verwendet werden. Zudem sollte man bei Shootings umso mehr auf saubere Übergänge zum Beispiel am Hals und Haaransatz achten. Übrigens spielt je nach Mood auch das Contouring und Highlighting eine große Rolle! Bei freiem Décolleté kann es außerdem interessant sein das Contouring und Highlighting auch dort auf den knöchernen Stellen anzuwenden. (Wenn es euch interessiert, könnt ihr es in die Kommentare schreiben, dann können wir auch Make-up Tutorials erstellen.)

Für den Fall dass nichts zwischen Auftraggeber und Model abgesprochen ist, kommt man als Model mit sauberem, gepflegtem und ungeschminktem Gesicht. Das gilt auch für Castings! Möchte man für alle Eventualitäten vorbereitet sein, kann man natürlich Make-up mitbringen. Für die „Basic-Ausstattung“ empfehlenswert sind: Foundation/Powder und Concealer im entsprechenden Hautton, eine mittelgroße Lidschattenpalette in Nude- oder Rosétönen, Eyeliner, schwarzer Kajal, Augenbrauenstift, Mascara und ein bis drei Lippenstifte (schlicht bis besonders).

Allgemein zur äußeren Erscheinung ist es noch wichtig zu erwähnen, dass man sich immer bewusst sein sollte, dass die Auftraggeber das gebuchte Model in der Regel nur übers Portfolio kennen, und es so erwarten. Zwischen Buchung und Auftrag äußerliche Änderungen vorzunehmen, wie von Lang- zu Kurzhaarschnitt, Microblading, Piercings oder Haarfärbungen, ist demnach äußerst ungünstig.

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