Das Model im Beitragsbild ist Stephanie, fotografiert von Richard.

Wenn man gerade anfängt, sich in der Modelwelt zu bewegen, wird man mit ziemlich vielen Begriffen konfrontiert, die man auch als erfahrener GNTM-Fan noch nicht unbedingt gehört hat. Wenn dir das auch so geht, lies weiter, denn dieses Glossar ist genau für dich geschrieben.

Viele der Begriffe existieren nur auf Englisch, manche wiederum kommen so nur in Deutschland vor. Deshalb schreibe ich wo möglich die Entsprechung in der jeweils anderen Sprache dazu.

  • Agentur/Agency: Die Agentur kümmert sich um die Vermittlung der Models an die Kunden und Auftraggeber. Sie ist dafür da, dass die Models sich nur darum kümmern müssen, tatsächlich Modell zu stehen. Verträge, Verhandlungen, Jobdetails, Bildrechte, mögliche Konflikte, das alles übernimmt die Agentur. Eine gute Agentur kümmert sich auch bei jedem Model individuell darum, dass es sich weiterentwickelt und zufrieden mit den Aufträgen ist, die es bekommt.
  • Art Director (auch: künstlerische Leitung): Der Art Director entwickelt und/oder überwacht das Konzept des Shootings oder auch der Show am Set. Bei Commercial Jobs ist er oder sie oft der Repräsentant des Labels oder der Brand und sorgt dafür, dass der Fokus auf dem beworbenen Produkt liegt und das Shooting im Stil des Labels fotografiert wird. Oft entscheidet er oder sie auch darüber, welche Fotos am Ende genommen werden. Bei Editorials kommt der Art Director vom Magazin — häufiger kommt es allerdings vor, dass die Fotografin gleichzeitig auch den Job des Art Director übernimmt. In dem Fall kümmert sie sich auch um die Bildauswahl.
  • Aufnahmebereiche: Aufnahmebereiche beschreiben, wieviel Haut bei einem Shoot gezeigt wird. Die klassischen Aufnahmebereiche im deutschsprachigen Raum sind Portrait, Fashion, Dessous, Bademode, (verdeckter) Teilakt, und (verdeckter) Akt. Das sagt allerdings in vielen Fällen gar nichts aus. Gerade im Bereich Fashion finden sich eigentlich alle anderen Bereiche wieder. Deshalb benutze ich diese Unterteilung auch nicht. Stattdessen orientiere ich mich an typischen Situationen, die bei Fashion immer wieder vorkommen. Das wären Tops, T-Shirts, Hemden oder andere relativ dünne Kleidungsstücke ohne BH darunter (ich nenne das „thin“); halbtransparente oder transparente Oberteile oder Kleider ohne BH („transparent“ oder „sheer“); offene Jacken, Hemden, Mäntel oder ähnliches, wiederum ohne BH („open“); Unterwäsche oder Bademode („underwear“); schulterfrei ohne sichtbare Kleidung, mit Schnitt oberhalb der Brust/Nippel („beauty“); oberkörperfrei mit Bedeckung der Brüste durch Hände, Arme, Schatten, Tücher, Perspektive und so weiter („vogue“ oder „topless implied“); oberkörperfrei mit sichtbaren Brüsten und Nippeln („topless“); nackt mit Bedeckung der Brüste und des Schambereichs („implied nude“) und komplett nackt ohne Bedeckung („nude“). All diese Bereiche können (vor allem bei Editorial) Fashion vorkommen, wobei nude eher selten ist. Generell ist es eine gute Idee, wenn du dir über die Aufnahmebereiche, die du machen willst, Gedanken machst und es gegebenenfalls erst einmal in einem sicheren Umfeld probierst, wenn es sich um Bereiche mit mehr Haut handelt. Dazu habe ich auch einen extra Artikel geschrieben.
  • B-Roll: Als B-Roll bezeichnet man ursprünglich zusätzliche Filmaufnahmen, die am Filmset (meist von einer zweiten Crew) erstellt werden. Das können Umgebungsaufnahmen sein oder Details (sogenannte Cutaways), oder auch behind the scenes-Material. Inzwischen wird bei vielen Fotoshootings auch mitgefilmt, um Material für Stories oder Youtube-Videos zu haben. Dafür hat sich ebenfalls der Begriff B-Roll etabliert.
  • Beauty: Beauty bezeichnet einen Teilbereich der Fashion-Fotografie, bei dem es in erster Linie um Make-up, Pflegeprodukte oder Parfum geht. Auch Schmuck oder Uhren werden oft im Beauty-Stil fotografiert. Bei Beauty spielt das Outfit normalerweise keine Rolle, deshalb finden Beauty Shoots meist in den Aufnahmebereichen schulterfrei oder topless implied statt. Nichts soll von dem beworbenen Produkt ablenken, deshalb ist Kleidung im Normalfall eher störend. Oft beinhaltet ein Beauty Shoot eine lange Vorbereitungszeit im Make-up und Haarstyling (siehe H&M). Beauty-Aufnahmen werden üblicherweise sehr aufwendig (aber trotzdem relativ unsichtbar) retuschiert — für high end beauty ist eine Bearbeitungszeit von acht Stunden oder mehr keine Seltenheit.
  • Bildrechte: Bildrechte regeln, wie und von wem bei einem Shoot erstellte Bilder verwendet werden dürfen. Bei einem freien oder TfP-Shoot dürfen üblicherweise Model und Fotografin die Bilder nichtkommerziell nutzen, bei einem Auftrag erwirbt der Auftraggeber Bildrechte (genauer gesagt Nutzungsrechte) an den erstellten Bildern in einem vertraglich festgelegten Rahmen. Siehe auch Buyout.
  • Book: Das Book ist eine Sammlung der Fotos, die das Model bei TestsEditorials oder Commercials zeigen. Dies können Prints von freien Shootings, Tear Sheets von kommerziellen Aufträgen oder auch Magazin-Cover sein. Früher war das Book eine physische „Blattsammlung“, vom Model (oder dessen Eltern) zusammengestellt, heutzutage existiert es oft nur online, als Portfolio auf der Homepage der Agentur. Nicht zu verwechseln mit Look Book.
  • Booker: Der Booker kümmert sich innerhalb der Agentur um die Vermittlung der Models für Jobs, er kümmert sich sprichwörtlich um die Buchungen. Große Labels oder Brands haben oft ihre eigenen Booker, die mit der jeweiligen Agentur in Verbindung treten.
  • Brand: Eine große, etablierte Marke, die allgemein bekannt ist. Im Bereich der Mode sind dies zum Beispiel Prada, Chanel oder Gucci. Siehe auch Label.
  • Buyout: Als Buyout bezeichnet man es, wenn ein Auftraggeber Bildrechte erwirbt, die über den normalen vertraglichen Umfang hinaus gehen. Dies wäre beispielsweise eine zeitlich oder räumlich unbegrenzte Nutzung, der kommerzielle Weiterverkauf der Bilder oder die Verwendung der Bilder außerhalb des Zusammenhangs des ursprünglichen Auftrages.
  • Call Back: Ein Call Back ist ein zweites Casting, entweder von der Agentur oder von einem Auftraggeber gewünscht. Entweder werden alle Models, die für einen Job in Frage kommen, ein zweites Mal gemeinsam eingeladen, damit sich der Auftraggeber zwischen ihnen entscheiden kann, oder ein Model wird zu einem zweiten Termin in die Agentur gebeten, damit sich der Casting Agent darüber klar werden kann, ob das Model in die Agentur aufgenommen werden soll. Dank DSDS wird in Deutschland oft der Begriff „Recall“ verwendet, der im Englischen allerdings eher Rückrufaktion oder Erinnerung bedeutet.
  • Casting: Wenn man sich als Model bei einer Agentur oder für einen Job bewirbt, wird man eventuell zu einem Casting eingeladen. Dies ist ein persönliches Treffen, bei dem beurteilt wird, ob sich das Model für die Agentur oder den Job eignet. Ich habe auch einen Artikel dazu geschrieben, wie ein Casting bei Authentic Models abläuft.
  • Cattle Call (auch: go-see oder offenes Casting): Ein Cattle Call ist ein offenes Massen-Casting, vergleichbar mit der ersten Runde diverser Casting-Shows. Manche Agenturen veranstalten regelmäßig offene Castings in verschiedenen Städten, die eher einer Fleischbeschau ähneln als einer Beurteilung der individuellen Persönlichkeit und Qualitäten eines Models. Glücklicherweise scheinen solche Cattle Calls allmählich seltener zu werden.
  • Catwalk: Catwalk ist das englische Wort einerseits für den Laufsteg, andererseits für die Tätigkeit, über den Laufsteg zu laufen (oder irgendwo anders so zu laufen, als ob man über den Laufsteg läuft). Siehe auch Walk und Runway.
  • Commercial: Commercial steht für Werbung, klingt aber fancier. Wird normalerweise in Abgrenzung zu Editorial benutzt. Ein Commercial Shoot, Gig oder Job ist ein Job, bei dem der Auftraggeber eine Brand oder ein Label ist und die Fotos oder Videos dazu benutzen möchte, Werbung für seine Produkte zu machen. Commercial Jobs gibt es nicht nur im Fashion-Bereich sondern in jedem anderen erdenklichen Bereich, in dem Werbung für Produkte gemacht wird, bei der Models benötigt werden.
  • Commercial Model: Naheliegenderweise ein Model, das ausschließlich oder in erster Linie für Commercial Jobs, also für Werbung, gebucht wird. Bei vielen Agenturen gibt es eine eigene Kategorie für Commercial Models. Im Gegensatz zu Editorial Models werden Commercial Models üblicherweise nicht für den Catwalk gebucht sondern machen eher Fotoshootings. Deshalb gelten tendenziell für Commercial Models andere Voraussetzungen als für Editorial Models: Größe, Maße und der Walk sind weniger wichtig oder spielen keine Rolle.
  • Comp Card (in Deutschland auch Sed Card): Eine Zusammenstellung der repräsentativsten Fotos und der Maße eines Models auf einer gedruckten Karte, meist im DIN A5-Format. Auf der Vorderseite ist meist ein Portrait und der Name des Models, auf der Rückseite weitere Fotos und die Maße. Früher wurden Comp Cards von Agenturen oder den Models selbst an potentielle Auftraggeber verteilt. Heute finden sich die Comp Cards meist online auf der Website der Agentur.
  • Digitals (auch Polas): Einfache, ungeschminkte Fotos des Models vor hellem Hintergrund in eng anliegenden, meist schwarzen, Klamotten oder Unterwäsche/Bikini. Digitals sollten Kopfportraits frontal und im Profil, 3/4-Körperaufnahmen frontal und rückseitig sowie ein Ganzkörperfoto abdecken. Viele Models machen ihre Digitals selbst oder bitten Fotografen vor oder nach freien Shootings, noch ein paar Polas zu fotografieren. Auf dem Agenturprofil des Models sollten immer aktuelle (nicht älter als ein paar Monate) Digitals zu finden sein. Viele Auftraggeber gehen in erster Linie nach den Digitals, wenn sie entscheiden, welches Model sie buchen sollen.
  • Editorial: Eine Fotostrecke, die von einem Magazin in Auftrag gegeben (oder vom Fotografen an ein Magazin geschickt) und gedruckt (oder online veröffentlicht) wird. Editorials sind üblicherweise künstlerischer als Commercials, bestehen aus mehreren Fotos (üblicherweise 6-20) und haben ein Thema oder einen roten Faden, das/der sich durch die gesamte Fotostrecke zieht. Dies können Outfits in ähnlichem Stil, verschiedene Aspekte einer Location, Ansichten eines Models, ein Farbton oder eine bestimmte fotografische Sprache oder Herangehensweise sein. Die Fotos sollten unterschiedlich genug sein um das Interesse zu halten aber trotzdem nicht zusammenhanglos wirken. Im Gegensatz zu Commercial Work werden Editorials deutlich schlechter bezahlt, wenn sie überhaupt bezahlt werden. Viele Fotografen und Models produzieren deshalb Editorials auf eigene Faust und schicken sie an Magazine, die Einreichungen erlauben, in der Hoffnung, dass sie publiziert werden.
  • Editorial Model: Ein Editorial Model macht in erster Linie Editorials und High Fashion Commercial Work, üblicherweise für die großen Brands wie Prada, Gucci, Chanel, Céline, Balenciaga, Fendi, und so weiter. Neben Fotoshootings wird ein Editorial Model auch regelmäßig für die großen Runway Shows gebucht. Im Gegensatz zu Commercial Models kommt es bei Editorial Models oft besonders auf Größe und Maße an.
  • Ensemble: Eine Zusammenstellung eines Outfits aus verschiedenen Teilen. Auch Schuhe und Accessoires gehören dazu. Normalerweise übernimmt die Stylistin am Set die Zusammenstellung der Outfits. Bei Editorials werden oft auch verschiedene Brands und Labels miteinander vermischt.
  • Fast Fashion: Zu deutsch: kurzlebige Mode. Billig, meist unter zweifelhaften Bedingungen, produzierte Kleidung, die von großen Modeketten oder auch Discountern vertrieben wird.
  • FittingBeim Fitting probieren Models für sie bereitgestellte Outfits an. Oft ist der Designer anwesend, um Änderungen vorzunehmen, sodass die Outfits perfekt passen. Dies ist vor allem für Runway Shows wichtig. Bei Photo Shoots kann man oft mit Klammern oder Nadeln arbeiten, um den richtigen Sitz sicherzustellen. Wenn man für einen Fitting Job gebucht wird, ist es sehr wichtig, dass die Maße des Models stimmen, weil der Designer den Sitz seiner Kleidung exakt überprüfen möchte und das Kleidungsstück auf die genauen Maße zuschneidet.
  • Gig: Ein anderer Name für einen Job.
  • H&M: Steht für Hair and Makeup und bezeichnet entweder den Vorgang, bei dem Haare und Makeup gemacht werden oder (häufiger) die Person, die für Haare und Makeup zuständig ist. Hat nichts (außer dem Namen) mit der skandinavischen Fast-Fashion-Marke zu tun.
  • Haute Couture: Wörtlich übersetzt etwa „hohe Schneiderei“, im Englischen sagt man oft High Fashion und meint entweder vom Design her außergewöhnliche Kleider oder Outfits (siehe auch runway look) oder qualitativ äußerst hochwertige, in Handarbeit hergestellte Kleidung.
  • Hero Shot: Kommt ursprünglich aus der Filmwelt und bezeichnet eine Einstellung, in der der Held besonders gut zur Geltung kommt. Im Bereich der Mode- oder Produktfotografie benutzt man den Begriff üblicherweise für Fotos oder Filmeinstellungen, die das beworbene Produkt ideal in Szene setzen.
  • High Fashion (siehe auch Haute Couture): Außergewöhnliche Kleidung, oft exklusiv für Fotoshootings oder den Laufsteg entworfen und im Alltag nur bedingt tragbar oder praktisch. Auch Runway Look genannt.
  • Homeshooting: Ein Shooting (meist beim Model) in der Wohnung oder im Haus, tendenziell eher im Schlafzimmer (Boudoir) und mit viel Haut, meist im Bereich Dessous oder (verdeckter) Akt. Hin und wieder gibt es auch Fashion Editorials im Homeshooting-Style, wo dann eher die Stimmung und das Lebensgefühl im Vordergrund stehen als die nackte Haut.
  • Implied: Implied wird mit „impliziert“ übersetzt, bedeutet in der Praxis aber eher „verdeckt“, im Zusammenhang mit Akt oder Teilakt. Kommt in manchen Bereichen der Modefotografie relativ häufig vor, zum Beispiel bei Beauty oder Commercial Shots für Jeans oder Unterwäsche.
  • Job: Ein anderer Name für einen Gig.
  • Kollektion: Eine Sammlung von Outfits von einer Brand, einem Label oder einem Designer passend zur Jahreszeit. Große High Fashion Brands bringen klassischerweise zwei Hauptkollektionen pro Jahr auf den Markt, im Fast-Fashion-Bereich sind auch zwölf Kollektionen pro Jahr nicht unüblich.
  • Label: Wenn ein Fashion Designer ihre eigenen Entwürfe produziert und verkauft, tut sie das unter einem „Label“. Oft ist das der Name der Designerin oder ein Wort oder Begriff, der zu der Philosophie und/oder dem Look der Designerin passt. Kadis Label heißt beispielsweise lifethroughaprism. Hin und wieder haben große Brands auch Label für individuelle Kollektionen oder Kleidung in einem bestimmten Stil.
  • Location: Der Ort, an dem ein Fotoshooting oder ein Videodreh stattfindet. Oft besteht eine Location aus mehreren Sets, die man nacheinander besucht. Eine Location kann outdoor oder indoor sein.
  • Lookbook: Ein Lookbook präsentiert eine Kollektion eines Labels oder einer Brand, getragen von einem Model, klassischerweise in Buch- (bzw. Mappen-)form. Sie können entweder kommerziell in Auftrag gegeben werden oder werden vom Model und meist einer einzelnen Fotografin auf eigene Faust produziert, um sie als Bewerbungsmaterial und fürs Portfolio zu verwenden.
  • Magazin: Ein Modeheft mit viel Werbung am Anfang und (hoffentlich) interessanten Editorials im letzten Drittel. Die bekanntesten Modemagazine sind Vogue, Elle und Cosmopolitan.
  • Moodboard: Eine Sammlung von Fotos, die als Inspiration für ein eigenes Projekt dient. Wenn man einem Magazin ein Editorial vorschlägt, arbeitet man oft mit Moodboards, ebenso werden Ideen für aufwendigere kommerzielle Projekte meist mithilfe eines Moodboards geplant. Auch im Hobbybereich kommuniziert man Ideen für Fotoshootings oft unter Zuhilfenahme von Boards.
  • MUA: Kurz für Makeup-Artist, die Person, die am Set für das Makeup zuständig ist. Wird bei Editorials meist gesondert genannt.
  • New Face: Ein neues Model, was neu in der Agentur ist und bisher nicht oder kaum gebucht wurde. Als New Face geht man oft zuerst zu Test Shoots bei Fotografen oder macht Fittings bevor man tatsächlich für Commercial oder Editorial Jobs gebucht wird.
  • Polas: Siehe Digitals. Früher mit Polaroid-Sofortbildkameras aufgenommen, daher die Bezeichnung.
  • Portfolio (siehe auch Comp Card): Allgemein bezeichnet man als Portfolio eine Sammlung von Werken einer Künstlerin, eines Fotografen oder eines Designers. Als Model benutzt man den Begriff für die Sammlung der Fotos, die man dafür verwendet, sich selbst potentiellen Kunden zu präsentieren. Achtung Verwirrungspotential: Auf der Agenturhomepage finden sich einerseits die Portfolios der verschiedenen Modelle, die von der Agentur vertreten werden, andererseits kann man aber auch die Gruppe der Models, die die Agentur vertritt als „Portfolio“ der Agentur bezeichnen.
  • Print: Ein Print im Fashion-Kontext ist ein Abdruck eines Fotos in einem Magazin. Der erste Print eines Models in einem Magazin ist oft ein kleiner Meilenstein.
  • Provision: Die Agentur berechnet für die Vermittlung des Models eine Provision, in unserem Fall 10% des Honorars, oft aber auch mehr. Dies ist meist die einzige Einnahmequelle einer Agentur.
  • Runway: Laufsteg auf Deutsch. Auch Catwalk genannt. Die Bretter, die für Editorial Models und Designer die Welt bedeuten. Siehe auch Runway Look und Walk.
  • Runway Look: Ein Outfit, dass zu extravagant, zeigefreudig oder kompliziert für den Alltag ist und deshalb nur auf dem Laufsteg getragen wird.
  • Scout: Ein Scout sucht im Auftrag der Agentur nach neuen Gesichtern (siehe New Face), bearbeitet die Bewerbungen und führt auch oft die ersten Castings durch. Normalerweise ist er die erste Kontaktperson, die das Model in der Agentur hat und übernimmt dementsprechend auch Coaching und Betreuung.
  • Sedcard: Anderer, vor allem in Deutschland gebräuchlicher, Name für eine Comp Card oder ein Portfolio.
  • Set: Der Aufbau oder die Szenerie, wo ein Fotoshooting stattfindet. Dies kann ein einfacher weißer oder grauer Hintergrund im Studio, ein Sofa am Fenster oder eine Waldlichtung sein. Hin und wieder gibt es sogar einen Set Designer, der sich extra um die Zusammenstellung des Sets kümmert. Dies ist aber eher beim Film üblich.
  • Stylistin: Die Person, die sich im Vorfeld und am Set um die Zusammenstellung des Outfits kümmert, das das Model tragen soll (siehe auch Ensemble). Am Set achtet die Stylistin auch darauf, dass das Outfit gut sitzt, richtig getragen wird (bei High Fashion oft nicht so einfach) und auf den Fotos gut zur Geltung kommt.
  • Tear Sheet: Wörtlich übersetzt ist ein Tear Sheet ein herausgerissenes Blatt. In der Zeit vor dem Internet wurden Veröffentlichungen von Models aus den Publikationen herausgerissen und in einer Mappe als Ergänzung oder Teil des Books gesammelt. Heutzutage werden Screenshots gemacht oder von den Publikationen zur Verfügung gestellt und als Teil des Online-Portfolios des Models auf der Agenturseite präsentiert.
  • Test: Ein Test ist ein freies oder bezahltes Shooting, das ein neues Model (New Face) bei einem etablierten Fotografen macht. Der Fotograf testet das Model gewissermaßen auf sein Verhalten und seine Wirkung vor der Kamera. Die entstandenen Bilder werden oft für das Portfolio des Models verwendet.
  • TfP: Kurz für „Time for Prints“ oder „Time for Pictures“. Fotograf und Model investieren jeweils ihre Zeit und dürfen die Bilder gleichwertig, üblicherweise nicht-kommerziell, nutzen. Nutzung der Bilder für das Portfolio müssen gesondert vereinbart werden. Siehe auch Test und Editorial.
  • Walk: Der Gang des Models, vor allem für Editorial Models, die über den Laufsteg gehen und Runway Shows machen, relevant. Aber jedes Model sollte sich einigermaßen gut in hohen Schuhen bewegen können.

Ich hoffe, dieses Glossar hilft dir ein wenig bei der Orientierung im Dschungel der Model-Welt. Falls du weitere Begriffe gehört hast oder noch Fragen hast, schreib einfach einen Kommentar unter diesen Beitrag.

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